Hamburg (dpa) – Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr zweites Training für das Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiel gegen Tschechien am Samstag mit dem kompletten Kader absolvieren können.
Auch Ilkay Gündogan war am Donnerstagvormittag bei der Übungseinheit in Hamburg dabei. Der Mittelfeldspieler von Manchester City hatte am Vorabend beim ersten Training wegen eines grippalen Infektes gefehlt.
Der DFB hatte die Pause im kühlen hanseatischen Herbstwind aber als rein vorsorglich deklariert. Auch wenn Gündogan noch angeschlagen ist, freut sich Bundestrainer Joachim Löw, dass der im Sommer von Borussia Dortmund zu Manchester Coty gewechselte Mittelfeldspieler nach elf Monaten endlich wieder zur Weltmeister-Equipe gehört. «Es bedeutet für uns eine Qualitätssteigerung, weil er ein Spieler ist, der mit seiner Technik, seiner Übersicht belebende Elemente in unsere Mannschaft bringt», sagte Löw über die wertvolle Kreativkraft.
Gündogan nimmt mal wieder einen neuen Anlauf. Den WM-Triumph 2014 in Brasilien verpasste er wegen einer langwierigen Rückenverletzung. Im Sommer verhinderte eine Knieblessur seine Teilnahme an der EM in Frankreich. «Man leidet ein bisschen mit ihm», bemerkte Teammanager Oliver Bierhoff. Das neue Ziel heißt WM 2018 in Russland. Gündogan soll die Lücke füllen, die Bastian Schweinsteiger hinterlassen hat.
«Er ist ein unglaublich wichtiger Spieler», erklärte Bierhoff.
Somit standen dem Bundestrainer im Stadion des FC St. Pauli am Donnerstag 18 Feldspieler und drei Torhüter zur Verfügung. Die Trainingseinheit fand erneut weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Freitagabend wird der Weltmeister das Abschlusstraining im Hamburger Volksparkstadion austragen, wo auch am Samstagabend (20.45 Uhr) gegen die Tschechen gespielt wird.
Ein Schwerpunkt der Übungseinheiten liegt auf einer Verbesserung der Effizienz im Torabschluss. «Das ist immer auch eine Sache der Konzentration, der Mentalität und der Vorbereitung, im Training Wettkampfsituationen herzustellen», sagte Löw. Beim 3:0 zum Auftakt der WM-Qualifikation in Norwegen habe seine Mannschaft «einen guten Beginn gemacht, den wir fortsetzen müssen».